Herkunft und Geschichte

American Staffordshire Terrier entstanden, wie auch der Staffordshire Bull Terrier, aus Kreuzungen zwischen dem altenglischen Bulldogs und verschiedenen Terriern. Das heutige Erscheinungsbild der Staffords hat so gut wie gar nichts mehr mit dem Aussehen der Ursprungsrasse gleich.

 

Gezüchtet wurden sie für fragliche Kämpfe, um andere Tiere zu töten, was den erfolgreichen Besitzern viel Geld einbringen konnte. 1835 wurden diese Hundekämpfe in England verboten und so wurde es etwas ruhiger um die Rasse. 1865 kamen dann einige der Hunde nach Amerika und von da an lies sich die Entwicklung zum heutigen American Staffordshire Terrier leichter nachvollziehen. Am 23.05.1936 wurde die Rasse vom American Kennel Club (Partnerorganisation für die U.S.A. vom FCI) als Staffordshire Terrier mit noch heute gültigen Rassestandards anerkannt. Im Oktober 1974 wurde der Staffordshire Terrier in American Staffordshire Terrier umbenannt.

 

Die Neigung, sich mit anderen Hunden anzulegen, ist, wie der A.K.C. heute feststellt, aus den American Staffordshire Terriern inzwischen herausgezüchtet und beschränkt sich wieder auf Selbstbewußtsein, Menschenbezogenheit, Intelligenz und Mut.

In Deutschland wurden der erste AmStaff. am 06.04.72 im Zuchtbuch vom Deutschen Club für Bull Terrier eingetragen, allerdings noch unter der Bezeichnung Staffordshire Terrier.

 

Durch das unverantwortliche Kampfhund-Geschreibe kam die Rasse in Verruf und in die Kreise mit zweifelhaften Ruf als Statussymbol.

Dem VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) und den beiden Zuchtvereinen, die beide Staffordshire Terrier Rassen vertreten, ist es gelungen, die erforderliche Aufklärungsarbeit zu leisten und zumindest den Hundeinteressenten die Qualitäten der Stafforshire Terrier nahezubringen, das beiden Rassen, insbesondere dem AmStaff, ein beachtlicher Durchbruch gelang. So gab es 1995 bereits 805 eingetragene Welpen, während es 1987 nur 169 waren.

Wesens- und Rassemerkmale

American Staffordshire Terrier eignen sich zu Familienhunden von einzigartiger Qualität. Gerade der Mißbrauch, der mit den Bull and Terrier Hunden getrieben wurde, der Hundekampf, hat den Staffordshire Terriern die Wesensmerkmale beschert, die sie heute unter allen Terrierrassen einzigartig machen. Sie besitzen eine Menschenbezogenheit und –freundlichkeit, verbunden mit hoher Sensibilität und dem überragenden Willen, ihren menschlichen Rudelmitgliedern zu gefallen. Gerade diese Eigenschaft macht es bestimmten Menschen so einfach sie in falsche Bahnen zu lenken.

 

Ein junger AmStaff, welcher von Welpe an an andere Tierarten gewohnt wurde, wird diese im Regelfall auch später nicht angreifen oder verletzten, da Staffordshire die Gesellschaft ihrer Menschen der ihrer Artgenossen in aller Regel vorziehen. Heute demonstrieren Staffords in aller Regel gelassene Stärke in ihrem Verhalten gegenüber anderen Hunden. Dennoch sollte man selbst bei den friedlichsten Hunden stets den allgemeingültigen Satz vor Augen haben: Das Aggressionsverhalten eines Hundes gegenüber einem anderen Hund variiert von Hund zu Hund. Im Zweifel wird sich ein Staffordshire immer so verhalten, wie es der Besitzer verlangt.

 

Typische Staffordshire Terrier sind furchtlos, mit einer hohen Reizschwelle ausgestattet und dazu unerbittlich im Falle der Herausforderung. Sie sind gleichzeitig sanft und sensible, von auffallender Fröhlichkeit, unglaublich liebevoll zu Kindern, äußerst verspiel und zuverlässig. J. Fraser (Autorin) kann für die USA berichten, das dort Staffordshire Terrier äußerst erfolgreich in Kinderkrankenhäusern, Altenheimen und Behinderteneinrichtungen eingesetzt werden als Therapiehunde.

 

Ein Staffordshire muss mit Liebe und Konsequenz erzogen werden, auch wenn er sich mal Stur stellt.

Die Ausbildung zum verkehrssicheren Begleithund ist ein guter Weg. Wer sicher gehen will, daß der Bewegungsdrang der Stafforsshire in die richtigen Bahnen gelenkt wird, kann dies mit zweckmäßigen und attraktiven Hundesportarten wie der Ausdauerprüfung und/oder Agility tun.

 

Hunde dieser Rasse gehören NICHT in den Zwinger.

 

Quelle: www.terrier.de